Partitionierung

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Bei heutzutage üblichen Plattengrößen stellt sich die Frage: Wohin mit den vielen Gigabytes? Immer noch werden Rechner mit einer einzigen großen C:-Partition ausgeliefert. Das ist für den Hersteller einfach, aber nicht sinnvoll. Warum?

  • Muß die Festplatte aus irgendeinem Grund neu formatiert werden, hat man alles verloren.

  • Eine Sicherung des Betriebssystems (siehe Systemsicherung) ist schwierig.

  • Eine Wiederherstellung des Betriebssystems aus einem Image (siehe Datensicherung) löscht nachträglich installierte Anwendungsprogramme.

  • Eine probeweise Installation (siehe Test neuer Programme) ist kaum möglich.

  • Anwendungsprogramme und Daten sind bei einem Systemcrash stärker gefährdet.

  • Es kann nicht (z.B. durch Verbergen der Partition mit Anwendungsprogrammen) verhindert werden, daß Installationsprogramme mit Intelligenzdefiziten (vorsichtig ausgedrückt) die alte Programmversion einfach löschen, oder sonstwie unbrauchbar machen.

Folgende Aufteilung hat sich bei mir in vielen Jahren praktisch bewährt:

Partition C:

 1-2GB

Betriebssystem, Treiber und Batch-Dateien
Partition D: 1MB Dummy-Partition
Partition E: ca. 50-70 % vom Rest Anwendungsprogramme
Partition F: Rest Daten
Partition G: nach Belieben Scratch
Leer 1-2GB Kopie der Partition C: für Tests

Steht noch eine kleinere Platte zur Verfügung, so kommt das Betriebssystem und die Dummy-Partition auf die kleine Platte und der Rest auf die große Platte.

Warum diese Aufteilung?

  • Das System, die Anwendungen und die Daten lassen sich auf einfache Weise getrennt sichern

  • Das System läßt sich zum gefahrlosen Test neuer Programme auf einfache Weise in eine neue Partition (--> freier Platz) kopieren.

  • Das System kann durch Erzeugung eines Images (siehe Systemsicherung) auf einfache Weise gesichert und erforderlichenfalls wiederhergestellt werde.

  • Wird beim Einbau einer weiteren Platte (z.B. um Daten zu kopieren) ein Laufwerksbuchstabe nach C: eingeschoben, so kann die Dummy-Partition verborgen werden, um die Anordnung der übrigen Laufwerksbuchstaben nicht zu ändern (bei NT, Win2k und XP nicht notwendig).

  • Die Anwendungen können durch Erzeugung eines Images auf einfache Weise gesichert werden.

  • Die bereits installierten Anwendungen können bei einer Probeinstallation auf einfache Weise verborgen werden.

Wie erstellt man so eine Partition?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • Mit FDISK. Gehört zur Bordausstattung und bietet die absolut notwendigen Funktionen. Leider nicht mehr.

  • Mit Partition Magic von Powerquest. Bietet noch sehr viel mehr Möglichkeiten.

Mir gefällt das vorgestellte Konzept. Kann man eine bestehende Partition auch nachträglich noch ändern?

Ja, aber das ist natürlich schwieriger, als wenn man von Anfang an eine sinnvolle Partitionierung vornimmt. Mit "Bordmitteln" geht es allerdings nicht ohne erheblichen Aufwand. Es gibt jedoch das hervorragende Programm "Partition Magic" der Firma Powerquest. Damit ist es u.a. möglich, Partitionen ohne Datenverlust in der Größe zu verändern, zu kopieren, zu verschieben, zu verstecken, zu löschen und neue Partitionen anzulegen. Natürlich ist eine vorherige Datensicherung immer zu empfehlen - vor allem, wenn man ein System hat, welches gerne mal unerklärlicherweise abstürzt. Bei Gewitterneigung rate ich von einer Neupartitionierung ab (das ist kein Witz - ein Stromausfall kann den Abschied von Ihren Daten bedeuten!).

Zuletzt geändert am 13.01.07