Brennen von CD's

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Das Brennen von CD's wird immer einfacher. Brennerprogramme haben immer weniger Unzulänglichkeiten, Brenner werden besser, Rohlinge billiger. Neue Brenner verfügen sogar über die sogenannte Burn-Proof-Technologie, womit unbrauchbare Rohlinge selten geworden sind (was allerdings vor ein paar jahren noch viel wichtiger gewesen wäre...). 

Trotzdem gibt es beim Brennen von CD's ein paar Dinge, die beachtet werden sollten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Nicht jede Brenner-Software ist für jeden Brenner geeignet - auch wenn sie mit diesem geliefert wurde! So weiß ich nicht nur aus eigener Erfahrung, daß das Programm Nero zumindest in einigen Fällen Probleme mit ATAPI-Brennern hat. Ich persönlich setze WinOnCD 3.6 bzw. 3.8 ein und habe mit diesem Programm weder mit meinem alten ATAPI-Brenner, noch mit meinem neuen SCSI-Brenner Probleme.

  • Sollen sehr viele kleine Dateien auf CD gebrannt werden, so sollte grundsätzlich ein ISO 9660-Image vor dem Brennen erstellt werden (entsprechende Option des Brennprogramms aktivieren). Sonst kann es passieren, daß die vielen kleinen Dateien nicht schnell genug geöffnet werden können (das Betriebssystem braucht dafür etwas Zeit), um eine ausreichende Datenrate zu gewährleisten. Das ist besonders bei schnellen Brennern wichtig, die nicht über die sogenannte Burn-Proof-Technologie verfügen.

  • Sollen CD's auch auf Audio-CD-Playern oder insbesondere Autoradios abgespielt werden, so sollten keine überlangen (80min) Rohlinge verwendet werden (Stichwort "überbrennen"), da diese dort oft Probleme beim Lesen machen.

  • Überlange Rohlinge sind in der Regel nicht bootfähig. Das liegt wahrscheinlich daran, daß der zum Booten verwendete Code des BIOS schon aus Speicherplatzgründen weniger ausgefeilt ist in Bezug auf Fehlerkorrektur etc. als dies üblicherweise bei Treibern der Fall ist. Sollen also bootfähige CD's gebrannt werden, so sollte man Standard-Rohlinge hoher Qualität verwenden und die Bootfähigkeit nach dem Brennen testen.

  • Sollten CD-Rohlinge zur Datensicherung verwendet werden, so sollte unbedingt darauf geachtet werden, daß die verwendete Software die Verifizierung der gesicherten Daten gestattet. 

  • CD-RW-Rohlinge können auf den meisten Audio-CD-Payern und auch vielen DVD-Playern (selbst wenn dies in der Werbung versprochen wird) nicht problemlos gelesen werden. Schade eigentlich!

  • Während des Brennvorgangs sollten keine als instabil erkannten Programme laufen. Dazu zählen insbesondere auch Internet-Browser (und ich meine hier nicht nur Microsofts Internet Explorer!) Stürzt das Brennprogramm ab, nützt auch die Burn-Proof-Technologie nichts mehr.

  • Bei der Auswahl von Rohlingen nicht zu sehr sparen! Nach meiner Erfahrung besteht durchaus ein Unterschied zwischen Markenrohlingen und Ultra-Billig-Rohlingen. Merke: eventuell verlorene Daten sind deutlich teurer als der Rohling!

  • Wenn man nicht weiß, ob man ein bestimmtes CD-Format erfolgreich brennen kann, dann helfen CD-RW-Rohlinge oftmals, den Stapel unbrauchbarer CD's kleiner zu halten.

  • Auch wenn es immer wieder behauptet wird (insbesondere von Angebern mit SCSI-Systemen): ATAPI-Brenner sind nicht grundsätzlich schlechter als SCSI-Brenner (aber in der Regel preisgünstiger zu haben)! Ich selbst habe lange Zeit mit einem Pentium 90-System und ATAPI-Brenner gearbeitet. Man sollte bei langsamen Systemen nur nicht die Datenquelle und den Brenner an den gleichen Controller hängen. Glücklicherweise hat man davon bei nicht allzu alten Systemen zwei.

  • Entgegen anders lautenden Aussagen ist es normalerweise kein Problem, den Brenner als Slave zu betreiben - richtige Jumperung vorausgesetzt!

  • Rohlinge (auch die bereits gebrannten!) nicht intensiver Lichtbestrahlung aussetzen. Ein versuchsweise Sonnenlicht ausgesetzter Rohling hat seine Farbe von blau nach braun verändert!

  • Aufkleber von Rohlingen niemals wieder abziehen! Die Schutzschicht auf der Oberseite ist sehr dünn. Beim Abziehen geht oft auch noch die Schicht mit ab, welche die Daten speichert!

 

Zuletzt geändert am 13.01.07