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Unterwegs auf der Insel aus Feuer und EisFeuer und Eis - das sind die Naturkräfte, welche die Insel Island formen. 12 Tage waren wir unterwegs, um die Insel zu erkunden. Island hat eine Fläche von 103 000 Quadratkilometern - etwa so viel wie Baden-Württemberg und Bayern zusammen. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 281 000, wovon etwa 111 000 in Reykjavík leben. Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas. Die roten Punkte auf der folgenden Karte kennzeichnen Ziele, zu denen sich im folgenden Beschreibungen finden. Die Ringstraße ist ebenfalls rot eingezeichnet.
Während sich der eigentliche Namensgeber für alle Quellen dieser Art zur Zeit nur noch künstlich zu einem Ausbruch motivieren läßt, ist auf den Geysir Strokkur Verlaß: etwa alle 10 Minuten schleudert dieser eine Wasserfontäne heraus, die je nach Tagesform schon mal 30m erreichen kann.
Beim Wasserfall Gullfoss stürzt das Wasser des Flusses Hvítá ("Weißer Fluß") nach 40km langer Reise 32m in die Tiefe. Bemerkenswert sind die beiden fast rechtwinklig zueinander stehenden Stufen.
Skálholt ist der erste isländische Bischofssitz. Nachdem es unmittelbar nach der Christianisierung in Island noch keine Priester gab, übernahmen die Häuptlinge zunächst das Amt. Im Jahr 1056 wurde Ísleifur Gissurarson vom Erzbischof von Bremen zum Bischof geweiht. Er ließ sich nach seiner Rückkehr in Skálholt nieder. Auf Forderung der Einwohner Nordislands wurde später ein weiterer Bischofssitz in Hólar gegründet.
Der Hof Stöng wurde im Jahre 1104 beim ersten Ausbruch des Vulkans Hekla seit der Besiedlung Islands verschüttet. Der Hof Þjóðveldisbær ist eine Rekonstruktion des ursprünglichen Hofs, welche aus Anlaß der Elfhundertjahrfeier der Besiedlung Islands errichtet wurde.
Der Fels hinter dem Seljalandsfoss ist ausgehöhlt, so daß man den 60m hohen Wasserfall von vorne und von hinten betrachten kann.
Der Bauernhof Núpsstaður wird von zwei alten Brüdern bewirtschaftet, von denen einer vor kurzem verstorben ist. Bemerkenswert ist die zum Hof gehörende, mit nur 6 x 2,5m kleinste Grassodenkirche Islands aus dem 17. Jahrhundert, die etwa 35 Menschen Platz bietet.
Mehr als 11 Prozent der Fläche Islands sind von Eis bedeckt. Mit 8300km2 ist der Vatnajökull der drittgrößte Plateaugletscher der Erde und der größte von Islands über 120 Gletschern. Er hat stellenweise eine Dicke von bis zu 1000 Metern und bedeckt etwa 8456 km2. Das folgende Bild zeigt eine seiner Gletscherzungen.
Der Jökulsárlón ist ein Eisbergsee unterhalb des Vatnajökull. Die Gletscherzungen zogen sich ab 1930 zurück und hinterließen eine sich ständig verändernde arktische Landschaft, die schon als Kulisse für einen James-Bond-Film diente.
Das Hochland ist ein rauher und zugleich sehr empfindlicher Landesteil. Es ist nahezu unbewohnt und hat den Charakter einer polaren Kältewüste. Die Hochlandpiste ist oft nur von Juni oder Juli bis August für den Verkehr freigegeben. Der Schnee taut zwar oft schon im Mai. Der Boden ist jedoch noch gefroren und so kann das Wasser nicht versickern und verwandelt die Pisten in unpassierbare Schlammlöcher.
Der Einödhof Möðrudalur ist der höchstgelegene dauerhaft besiedelte Hof Islands.
Der Dettifoss gilt als der größte Wasserfall Europas. Die Wassermassen des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum stürzen hier auf einer Breite von 100m 45m tief in eine Schlucht. Der Fluß führt große Mengen an Geröll mit sich. Durch die starke Erosionskraft und durch abbrechende Basalte verlagert sich die Fallkante jährlich einen halben bis einen ganzen Meter flußaufwärts.
Der Name des Goðafoss ("Wasserfall der Götter") entstand vermutlich aus der Ljósvetninga-Saga. Þorgeir, Gode ("Häuptling") und Gesetzessprecher, entledigte sich hier seiner Götterbilder, nachdem er auf einer Þingsitzung - wohl aus politischen Gründen - für die Annahme des Christentums als offizielle Religion gesorgt hatte.
Das Solfatarenfeld Námaskarð liegt östlich des Bergrückens Námafjall. Zahlreiche Schlammtümpel köcheln hier vor sich hin und verbreiten einen Geruch nach faulen Eiern. Mineralien sorgen für eine bunte Landschaft. Das Weiß rührt von Kieselsäure oder Gips, blaugrau deutet auf Eisensulfid hin, rot auf Eisenoxid und gelb auf Schwefel. Für die akustische Untermalung sorgen Fumarolen.
Der Vulkan Krafla ist auch heute noch höchst unruhig. Seine Magmakammer ist noch gut gefüllt, so daß mit weiteren Ausbrüchen zu rechnen ist, die auch das 1975 errichtete Geothermalkraftwerk gefährden könnten.
Die Vulkanspalte Leirhnjúkur ist nach ihrem letzten Ausbruch im September 1984 noch sehr jung, was unmittelbar an den noch aufsteigenden Dampfwolken zu erkennen ist. Hier ist Vorsicht geboten. Markierte Wege leiten über die kristallüberzuckerten Lavaformen.
Die Pseudokrater bei Skútustaðir entstanden, als sich glühend heiße Lava über sumpfig-feuchtes Gelände wälzte. Das Wasser verdampfte unter der heißen Lava und drang bei ausreichendem Druck explosionsartig nach oben. Dabei bildete sich ein schlotloser Krater, ein Pseudokrater, der nie mit einer Magmakammer in Verbindung gestanden hat.
Húsavík ist der Ausgangspunkt vieler Walbeobachtungsfahrten und außerdem ein altes Handelszentrum. Interessant ist auch das Walmuseum. Ansonsten lebt die Stadt vor allem vom Fischfang; der Export der am Mückensee Mývatn gewonnenen Kieselgur (Skelette abgestorbener Kieselalgen (Diatomeen) - u.a. in Filteranlagen und zur Dynamitherstellung verwendet) ist ein zweites Standbein.
Akureyri ist die Hauptstadt des Nordens. Die Stadt wurde jahrhundertelang durch dänische Kaufleute geprägt. Akureyri ist die viertgrößte Stadt Islands und das Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Bildungszentrum des Nordens. Zahlreiche Betriebe sind hier angesiedelt, nicht zuletzt auch die größte Brauerei Islands.
Der Hof Glaumbœr war bis 1947 bewohnt. Der Hof wurde im Laufe der Zeit sehr wohlhabend, was man auch an den vielen Gästezimmern erkennen kann. Glaumbœr war von Anfang an immer auch ein Pfarrhof, weshalb hier schon seit Mitte des 11. Jahrhunderts eine Kirche steht.
Die Kirche von Víðimýri im Skagafjord steht seit 1936 unter Denkmalschutz. Viele bedeutende Pfarrer haben hier gewirkt, u.a. Guðmundur Arason, der später Bischof von Hólar wurde.
Bei der Trollkuh Hvítserkur handelt es sich um Ganggestein, welches widerstandsfähiger gegenüber der Erosion ist als die umgebenden Gesteinsschichten. Es bleibt bestehen, nachdem die anderen Gesteinsschichten bereits verwittert sind.
Das kleine Dorf Reykholt ist untrennbar mit dem Namen des berühmten Staatsmanns und Geschichtsschreibers Snorri Sturluson verbunden.
Die vielleicht schönsten Wasserfälle des Landes sind die Hraunfossar ("Lavafälle"). Unzählige feinstreifige Kaskaden stürzen hier auf 1km Länge mitten aus der abgestuften, dicht bewachsenen Felswand der Schlucht in die Hvitá. Diese kommen dadurch zustande, daß ein Seitenarm der Hvitá in der wasserdurchlässigen Lava versickert, um auf der darunter liegenden Basaltschicht weiterzufließen und sich hier in kleinen Bächen in den Fluß zu ergießen.
Höfði, das Gästehaus der Stadt Reykjavík, wurde im Jahre 1909 erbaut. Am 11. und 12. Oktober fand hier nach nur 10 Tagen Vorbereitung das erste Gipfeltreffen zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow statt.
Das Parlamentsgebäude besteht aus schwarzem Basalt. Es wurde im Jahr 1881 gebaut. Das Parlament tagte von 930 bis 1798 in Þingvellir und nach seiner Wiedereinführung im Jahr 1830 in Reykjavík. 63 Abgeordnete aus 6 Parteien entscheiden hier über die Zukunft des Landes.
Für weitere Informationen sei auf eine sehr gute Homepage verwiesen: Iceland Guide - die virtuelle Islandreise
Zuletzt geändert am 13.01.07
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